Die Schlafapnoe
Eine zunehmende Erschlaffung der Atemwege führt zu einer Einengung oder gar zeitweiligem Aussetzen der Luftströmung bei der Einatmung.
Dieser Zustand wird als Apnoe (griechisch "Windstille") bezeichnet. In dieser Situation können bei dem Schlafenden Atempausen beobachtet werden. Die Atempause wird im Gehirn des Schlafenden registriert und durch eine Weckreaktion (Arousal) überwunden. Die Arousalreaktion ist lebenswichtig und bewahrt vor dem Ersticken. Durch die Arousalreaktion wird aber der Schlaf selbst gestört, da ein Übergang von einem tiefen Schlafstadium in einen nur oberflächlichen Schlaf stattfindet.
Verminderte Schlafqualität
Bei Patienten mit "Schlafapnoe" ist die Schlafqualität gestört. Das hat Auswirkungen auf die Befindlichkeit des Patienten am Tage. Ein Patient mit Schlafapnoe verspürt insbesondere in monotonen Situationen (Fernsehen, Fahren auf der Autobahn, als Beifahrer im Auto, im Theater etc.) eine Müdigkeit bis hin zur Einschlafneigung. In besonders Schweren fällen kann das Einschlafen am Tage nicht mehr von dem Patienten verhindert werden (Schlafzwang).
Durch Verminderung der Schlafqualität können sich schwere seelische Einbußen ergeben, die Stimmung der Patienten reicht von Gereiztheit bis hin zur Depression.
Symptome der Schlafapnoe
- verminderte Leistungsfähigkeit
- Konzentrationsschwäche
- Kopfschmerzen
- Schwindelattacken
- Persönlichkeitsveränderungen
- sexuelle Funktionsstörungen (Impotenz)
- nächtliches Schwitzen
- nächtlicher Harndrang (Bettnässen bei Kindern)
- Bluthochdruck.
Bei etwa 60 % der Patienten mit Schlafapnoe findet sich gleichzeitig eine Bluthochdruckkrankheit. Der Blutdruck ist zunächst nur nachts, später auch am Tage dauerhaft zu hoch. Die Schlafapnoe ist als Ursache eines ungeklärten Bluthochdrucks anzusehen.
Liegt bei Ihnen eine schlafbezogene Erkrankung vor?
Beantworten Sie hier gegebenenfalls einige Fragen:
- Schnarchen Sie?
- Wurden bei Ihnen im Schlaf Atempausen bemerkt?
- Fühlen Sie sich nicht ausgeschlafen?
- Sind Sie tagsüber müde?
- Schlafen Sie in langweiligen oder monotonen Situationen spontan ein?
- Werden Sie nachts spontan wach?
- Leiden Sie unter Kopfschmerzen?
- Besteht bei Ihnen ein Bluthochdruck?
Wenn Sie mehr als drei Fragen mit Ja beantworten können, sollten Sie uns oder einen anderen Spezialisten aufsuchen.
Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe-Krankheit
- Herzrhythmusstörungen
- erhöhtes Herzinfarktrisiko
- Schlaganfall
- Depression etc.
Durch eine rechtzeitige Erkennung der Krankheit, die einfach zu behandeln ist, ließen sich Folgeerkrankungen und Sterbefälle vermeiden.
Die Häufigkeit der Schlafapnoe wird auf 1-2 % der Bevölkerung geschätzt (1-2 Millionen behandlungsbedürftige Patienten in der Bundesrepublik).
Eine häufige Ursache der erhöhten Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung und Vergesslichkeit sind nächtliche Atemstillstände. Diese Erkrankung wird als "Schlafapnoe-Syndrom" bezeichnet. In der Bundesrepublik werden 800.000 bis 2 Millionen Patienten mit Schlafapnoe geschätzt. Um die Engstellung des Rachenbereiches, der ja einen Muskelschlauch darstellt, zu verhindern, gibt es eine Vielzahl von Behandlungsansätzen. Allerdings haben sich nur wenige als wirksam herausgestellt.
ADENTICS Anamnesebogen Schnarchtherapie
ADENTICS Anamnese Schnarchen (PDF, 152 KB)
